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Rothenburgsort und Hamm-Süd sind aktuell Teil einer der größten Stadtentwicklungsstrategien in Hamburg, Stromaufwärts an Elbe und Bille. Mit öffentlicher Beteiligung auf Schmalspur werden Bebauungspläne zu Gunsten großer Bauvorhaben geändert und verabschiedet. Während die Mieten steigen und die versprochenen Schulen doch in der HafenCity gebaut werden, wird das Stadtteilzentrum von Rothenburgsort geschlossen und das Gebäude abgerissen. Damit fällt neben der offenen Holz- und Fahrradwerkstatt, auch eine Mieter*innen- und Sozialberatung weg.

Es ist ein paradoxes Prozedere, einem wachsenden Stadtteil die Orte zu nehmen, an denen sich die Bewohner*innen treffen und vernetzen können; die Orte zu nehmen, die von Nutzer*innen des Stadtteils erstritten wurden, um sich selbst zu organisieren und auszutauschen.


Gemeineinsam wollen wir einen neuen Ort der Nachbarschaft in Rothenburgsort entwickeln: Das Mikropol.


Dieser Ort wird in einem ehemaligen und seit Jahren ungenutzten und ungeachteten Toilettenhaus auf der Verkehrsinsel am Billhorner Mühlenweg entstehen. Die 50m2 werden im Herbst 2018 für eine gemeinsame Nutzung umgebaut. Die Idee ist ein vielfältig nutzbarer Raum, der gleichzeitig Plattform des Austauschs und alltäglicher Ort der Nachbarschaft ist.

Mit finanzieller Unterstützung aus dem Kunst im öffentlichen Raum Etat der Behörde für Kultur und Medien, sowie des Kulturausschusses, sind bereits erste Mittel eingeworben. Das Toilettenhaus soll zunächst entkernt und für einen gemeinsamen Start zugänglich gemacht werden. Den Auftakt wird ein Eröffnungswochenende bieten, an dem verschiedene Akteur*innen das Mikropol bespielen: mit u.a. Führungen durch das historische Rothenburgsort, Lesungen zum Thema Stadt und einer musikalischen Interpretation des Stadtteils aus einer Rothenburgsorter Jukebox.

Wir sind eine Gruppe aus Designer*innen, Künstler*innen und Planer*innen, die teilweise in unmittelbarer Nachbarschaft zum Mühlenweg wohnen, und gemeinsam an der Umsetzung und Gestaltung des Projekts Mikropol arbeiten. Wir wollen diesen vergessenen Ort auch mit den Mitteln der Gestaltung nutzbar und bespielbar machen. Uns ist wichtig, dass langfristig vor allem eine Aneignung durch Anwohner*innen möglich ist. Lasst uns gemeinsam einen Treffpunkt für alle entwerfen!


Infos zum Projekt und den nächsten Treffen findet ihr ab sofort hier auf der Webseite.


Kontakt: info (at) mikropol (punkt) de

Mikropol wird gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg,

Behörde für Kultur und Medien.